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Wedemark
"Reichsautobahn / Strecke 24"
Geplanter, aber nicht realisierter Autobahnbau in der Wedemark

Verkehr, siehe auch: Handelswege


Begriff:


Reichsautobahnen

"Am 27. Juni 1933, fünf Monate nach der Machtergreifung, wurde durch Gesetz die Gesellschaft «Reichsautobahnen» gegründet; den Vorsitz der Gesellschaft hatte die Reichsbahn, die sich mit einem Grundkapitalvon 50 Millionen Reichsmark an der Gesellschaft beteiligte. In dem Gesetz über die Errichtung der Gesellschaft «Reichsautobahnen» war die Ausführung von sechs Fernstraßen vorgesehen: Mit dem Bau des ersten Teilstücks des Autobahnnetzes wurde im September 1933 bei Frankfurt am Main begonnen. Zum «Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen» ernannte Hitler im Juni 1933 Dr. Fritz Todt, unter dessen Leitung bis Mitte Dezember 1938 die Hälfte des auf 6900 Kilometer geplanten Autobahnnetzes fertiggestellt wurde. Der Bau der Reichsautobahnen kostete bis 1944 knapp 6,5 Milliarden Reichsmark. Rund 60 Prozent der Finanzierung wurden aus den Rücklagen der «Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosen-Versicherung» genommen, bezeichnet als «Grundförderungszuschüsse». Die mit dem Rückgang der Arbeitslosigkeit nun nicht benötigten Arbeitslosenversicherungsbeiträge stellten eine entscheidende Geldquelle für den Autobahnbau dar. In der nationalsozialistischen Propaganda wurden die Reichsautobahnen als «Straßen Adolf Hitlers» bezeichnet. Der Vorrang des Autobahnbaus vor anderen Bauvorhaben war für die Nationalsozialisten darin begründet, dass die Autobahnen vom Planungsbeginn an nicht nur friedlichen, sondern auch militärischen Zwecken dienen sollten. Im Dezember 1938 stand in der Zeitschrift «Straße»: «...Die Straßen Adolf Hitlers sind Straßen des Friedens. Aber selbstverständlich rollen auf ihnen auch die motorisierten Einheiten der neuen starken deutschen Wehrmacht, wenn es gilt, den Bestand und das Lebensrecht des deutschen Volkes zu sichern...» Die Idee, Autobahnen zu bauen, stammte nicht von Adolf Hitler; er war auch nicht der erste, der Autobahnen bauen ließ. Als erste Autobahn wurde 1921 die Avus in Berlin, eine knapp zehn Kilometer lange kreuzungsfreie Kraftfahrstraße, fertiggestellt. In den Vereinigten Staaten von Amerika und in Italien begann man Anfang der zwanziger Jahre, Schnellstraßen anzulegen: Highways und Auto-stradas. 1932 wurde die 20 Kilometer lange Autobahn Köln-Bonn dem Verkehr übergeben. Aber trotz weitreichender Planungen und technischer Vorarbeiten war der Ausbau der Autobahnen im Deutschen Reich nicht zügig vorangetrieben worden. Das lag vor allem daran, dass unter den Fachleuten und Politikern keine Einigung darüber zustande kam, ob die erforderlichen riesigen Geldsummen nicht besser für den Wohnungsbau und eine Ver-besserung des herkömmlichen Verkehrsnetzes aufgebracht werden sollten; der Bau von Autobahnen schien außerdem angesichts der geringen Motorisierung im Deutschen Reich für viele übertrieben. Hitler nahm die vorhandenen Pläne für den Autobahnbau vor allem aus einem Grunde sofort auf: Tausende von Arbeitslosen konnten so - für einen Stunden-lohn von 68 Pfennig - auf den vielen Baustellen eines einzigen riesigen Bauunternehmens eingesetzt werden. Hitler versprach sich davon eine große propagandistische Wirkung für seine Partei. Auf Grund der Vorarbeiten der alten Regierung war es möglich, den ersten Spatenstich des Autobahnbaus im September 1933 bei Frankfurt als Erfolg für die NSDAP zu feiern."

Quelle: Kammer, Hilde, Bartsch, Elisabeth, Eppenstein-Baukhage, Manon, Nationalsozialismus, Begriffe aus der Zeit der Gewaltherrschaft 1933-1945, Reinbek bei Hamburg 1992, S. 161 f.



Reichsautobahn (Wikipedia ) bitte anklicken.


Vorbemerkung:

von Reinhard Tegtmeier-Blanck

"Für dieses Thema - wie auch das folgende "Reichsarbeitsdienst" -  ist für die Veröffentlichung auf dieser Website zum Thema "Nationalsozialismes" vorweg festzuhalten:


1. Eine kritische, vorurteilsfreie, nachvollziehbare, durch Quellenverweise abgesicherte Information über den Inhalt der Veröffentlichung ist für einen Leser/eine Leserin unverzichtbar und erforderlich.  - Dem entsprechen nicht alle Texte. Da sie aber auch  konkrete Sachinfomationen enhalten, werden sie hier zugänglich gemacht.

2. Gerade zum Thema "Nationalsozialismus" finden sich immer wieder Aussagen, die darauf hinweisen, dass es bestimmte Organisationen oder Pläne etc. der Nationalsozialisten bereits vorher in der Weimarer Republik gegeben habe, z.B. Pläne für ein Netz von "Autostraßen".  So richtig dieses  Argument ist, leugnet es die Tatsache, dass der Nationalsozialismus viele bereits existierende Vorstellungen aus früheren Zeiten in einem radikalen Sinne aufgriff und diese im NS-Bestreben umzudeuten versuchte, um ein totales, rassistisches, diktatorisches Regime zu errichten.
Der Name NSDAP verkehrte z.B. den Nationalgedanken in eine national-chauvinistische Richtung. Der Sozialismus - z.B. einer SPD - verwandelte sich in die NS-Vorstellung einer "Volksgemeinschaft". "Deutsch" war das Überlegene, Besondere gegenüber allem "Undeutschen". Der "Arbeiter" befand sich in keinem Interessensgegensatz mehr zum Unternehmer, sondern zog mit ihm am selben Strang. In der "Deutschen Arbeitsfront", gaben die Unternehmer im Sinne des "Führerprinzips" jedoch weiter den Ton an und die Arbeiter hatten ihnen weiterhin zu gehorchen. Gewerkschaften brauchte man nicht mehr, der Klassenkampf war wegdefiniert.

3. Jede Darstellung des NS, die den kritischen Rahmen nicht aufzeigt, relativiert die inhumane und verbrecherische NS-Diktatur. - Von daher ist es auch - vielleicht oder wahrscheinlich subjektiv - verharmlosend, wenn im Zusammenhang der "Reichsautobahn 24" in der Wedemark von der "vergessenen Autobahn" geschrieben wird. Der Begriff suggeriert u.a., dass inzwischen etwas Positives vergessen wurde, das jedoch in seinen Überresten überdauerte und den jetzigen Zeitgenossen nun als historischer Gewinn zurückgegeben wird.
Was damals u.a. als ein propagandistisches NS-Großprojekt aufgezogen wurde, 'Straße des Führers', kann nun entpolitisiert als Positives in die Wedemärker Erinnerung zurückkehren."


HINWEIS:
An dem geplanten Bau der "Strecke 24" durch das Gebiet der heutigen Gemeinde Wedemark war auch der "Reichsarbeitsdienst" in dem RAD-Lager Negenborn beteiligt, siehe dort.


Geplanter Verlauf der "Reichsautobahn", "Strecke 24" im Bereich Wedemark:

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"Strecke 24",
Kurzdarstellung (ungenannter Verf.: Eckhard Martens, Negenborn):

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Zum Weiterlesen bitte die vollständige Datei anklicken:

die_vergessene_autobahn_stand_23.03.2017_neu__1_.pd.pdf
File Size: 1377 kb
File Type: pdf
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Die Darstellung von Michael Grube:

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Zum Weiterlesen bitte die vollständige Datei hochladen.

Video: Lost Places: Die vergessene Autobahn - Strecke 24 (Andi-TV 55)


Der Wedemärker Autor Eckhard Martens nennt folgende Details zur Planung und zum Ende dieser "Strecke 24":
Sie sollte über "Resser Gebiet verlaufen, um dann über Osterwald und Garbsen auf das Kreuz mit der heutigen BAB 2 zu stoßen. Von dort sollte sie als RAB 26 am Deister entlang und an der Marienburg vorbei in Richtung Göttingen führen. {...] Diese Autobahn war in ihren Grundzügen bis Resse trassiert. Die Brücke über die Große Beeke und der Grabendurchlass beim Todtbruchgraben waren fertiggestellt; die Widerlager der Brücke über die Straße von Rodenbostel nach Ibsingen waren fast fertig." Wegen des 2. Weltkriegs wurden die Bauarbeiten 1940 eingestellt." Die Planungen wurden nach seinem Ende nicht wieder aufgenommen. Die Überreste sind teilweise noch bis heute vorhanden."

Fotos von Überresten der "Strecke 24":

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Brückenrest

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See in der ehemaligen Autobahntrasse bei Resse

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Brückenrest bei Hope (außerhalb der Wedemark)

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Asphaltiertes Reststück der Autobahntrasse bei Resse

 Quelle: Alle bildlichen Darstellungen finden sich unter: Wikipedia, bitte anklicken.

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Weitere steinerne Relikte des Autobahnbaues
Das bereits angelieferte oder verbaute Material blieb nach Einstellung der Bauarbeiten in der Landschaft zurück und wurde auch von Privatleuten für eigene Zwecke weiter verwendet.

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Zum Weiterlesen bitte die Datei anklicken:

reichsautobahn-e_martens-autobahnsteine-2022.pdf
File Size: 828 kb
File Type: pdf
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Arbeitsbedingungen beim Bau der Reichsautobahnen:

Da häufig die Planungen und Projekte, auch die Mythen der Reichsautobahn im Vordergrund der Darstellungen stehen, werden hier beispielhaft Aussagen über herrschende Arbeitsbedingungen vorgestellt.
Sie entstammen den sog. "Deutschland-Berichten" der SOPADE, einer Art Exilvorstand der SPD im Ausland, nachdem diese durch die Nazis verboten und verfolgt wurde.
Diese Berichte wurden von SPD-Mitgliedern zwischen 1934 und 1940 zusammengetragen und von der SOPADE gesammelt und veröffentlicht. Sie geben wieder, welche Stimmung im Volk herrschte, welche Aktivitäten an der Basis der deutschen Bevölkerung stattfanden und wie die Nazis dort agierten.

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Quelle: s. o. Titel der "Deutschland-Berichte"


Literaturhinweis:

Im unten abgebildeten Buch (erschienen 2000 in Berlin) findet sich eine materialreiche, kritische Darstellung der Geschichte der Reichsautobahn.
Insbesondere wird gezeigt, dass das Autobahnprojekt vor allem eine propagandistische Großinszenierung war, mit dem das NS-Regime seine Macht ausbauen und festigen wollte.
In dem Buch werden verschiedene Mythen wiederlegt, z.B. dass die Autobahn eine positive Hinter-lassenschaft des Nationalsozialismus sei. Aber auch das Argument, mit dem Bau sei die Arbeits-losigkeit beseitigt worden, verfängt nur teilweise, denn der sog. Vierjahresplan von 1936 sah vor, in vier Jahren die wirtschaftliche und militärische Kriegsfähigkeit durch Autarkie und forcierte Aufrüstung zu erreichen. Das führte u.a. reichsweit zu einer "Vollbeschäftigung" und damit zu einem Arbeitskräftemangel auch beim Autobahnbau, nicht zuletzt weil für den Bau des sog. Westwalls Tausende von Arbeitern abgezogen wurden. - Die katastrophalen Arbeitsverhältnisse beim Autobahnbau - wie sie in den SOPADE-Berichten anklingen - werden ausführlich auf den Seiten 66-93 dargestellt.
Oft wird behauptet, dass die Autobahn aus militärischen Gründen gebaut worden sei. Auch das ist falsch, denn sie war bautechnisch viel zu schwach für Militärtransporte, z.B. von Panzern. Erst die Alliierten nutzten sie für ihre Zwecke 1944 / 45. Hinzu kam, dass die Wehrmacht lieber mit der Reichsbahn in bewährter Weise zusammenarbeitete.
Dass der Autobahnbau mit seinen geschwungenen Fahrbahnen und teils eleganten Brücken, mit mächtigen Viadukten eine Verbindung zwischen Technik und Natur herstellen werde, also eine Art eines modernen ökologischen Konzeptes umsetze, das wurde damals zwar von Planern behauptet, die heutige Realität spricht jedoch ein anderes Urteil.

Insgesamt liefert das Buch eine sehr lesenswerte Lektüre.

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Inhaltsverzeichnis